Der Arsenal Filmverleih wurde 1974 gegründet und ist damit eines der ältesten unabhängigen Filmverleihunternehmen Deutschlands, das alle Höhen und Tiefen im Independent- bzw. im so genannten Programmkinobereich miterlebt hat. Pflegte man anfangs noch das Image des "schrägen" Verleihers mit "special-interest"-Filmen (z.B. John Waters) und legendären Konzertfilmen wie "Stop Making Sense", versteht sich der Arsenal Filmverleih mittlerweile als Filmverleiher für ein anspruchsvolles, an Kinokunst interessiertes, erwachsenes Publikum.
Insbesondere europäische Filme bestimmen mittlerweile das Programm mit Schwerpunkten auf dem skandinavischen Film ("Elling", "Kitchen Stories", "1:1"), dem französischen Kino ("Intime Fremde", "Zwei ungleiche Schwestern", "Dialog mit meinem Gärtner") sowie dem spanischen Filmschaffen ("Alles was ich an Euch liebe", "dunkelblaufastschwarz"). Daneben wird aber auch der erzählende Kinderfilm gepflegt, so etwa mit den Tsatsiki-Filmen "Die Farbe der Milch" oder "Der Traum", und nicht zuletzt der anspruchsvolle Dokumentarfilm ("Darwins Alptraum", "Mirikitanis Katzen"). Neben kleineren Perlen wie "Tarnation", wurden erfolgreiche Titel wie "Elling", "Long Walk Home", "Die Frau des Leuchtturmwärters" und Juwelen wie der Dogma-Film "Kira" in die Kinos gebracht.
Im Jahr 2006 erhielt der Arsenal Filmverleih zum wiederholten Male (zuletzt 2001) vom Kulturstaatsministerium den Verleiherpreis für sein stetes Engagement für künstlerisch besonders herausragende Filme. Diese Arbeit soll auch weiterhin konsequent fortgesetzt werden – so wird im August der bei der Berlinale 2007 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Film "Tuyas Hochzeit" in die Kinos gebracht.
Arsenal Filmverleih GmbH
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Stefan Paul

Egon Nieser